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Tod den Flashmobs?
Was ist ein Flashmob? Gar nicht so einfach, das zu definieren, schließlich gibt es verschiedene Arten von Flashmobs.
Beginnen wir mit den Gemeinsamkeiten: eine mehr oder weniger große Gruppe von Menschen verabredet sich zu einer spontanen Aktion in der Öffentlichkeit. Das kann eine Hand voll Leute sein, aber auch schon mal 1000 Menschen umfassen.
Flashmob McDonald’s Stade:
Mal als rein künstlerische Darstellung z.B. als Freeze, wie hier in Paris:
mal als Aufführung, für die die Rollen ebenso spontan verteilt werden, um beispielsweise auf Missstände hinzuweisen, wie hier in Dresden zum Thema “Internetzensur”
oder auch einfach nur, um zu unterhalten, wie hier in einer U-Bahn in New York:
Wie der nerdcore berichtet, fanden in Braunschweig wohl schon ein paar mal Flashmobs statt, und zwar in der Art, dass sich die Teilnehmer mit Decken und Essen und Trinken ausstatteten, um gemeinsam zu picknicken -- auf dem Schlossplatz.
In einer geradezu meisterhaften detektivischen Glanzleistung (ein einfacher Blick ins Telefonbuch scheint wohl zu abwegig gewesen zu sein), wurde der Organisator des “Spektakels” ermittelt, um ihm mitzuteilen, dass diese Flashmobs in Zukunft verboten seien -- es könnten ja die teuren Granitsteine durch die Decken beschädigt werden … Und schließlich diene der Aufenthalt in der Öffentlichkeit “ausschließlich dazu, von Ort A nach Ort B zu gelangen”. Da wiehert ja selbst der Amtsschimmel …
Liebe Braunschweiger Bürokraten: setzen -- 6, für diese Unterdrückung purer Lebensfreude -- nicht zur Nachahmung empfohlen!!
Das führt mich beim Lesen aber zu folgender Frage: Wem gehört der sogenannte “öffentliche Raum”?
Der Erhalt und die Pflege solcher kulturhistorisch wichtiger Stätten, wie es Schlösser sicherlich sind, sind wichtige Aufgaben, um sie als Zeitzeugen vergangener Epochen der Nachwelt zu erhalten.
Und auch wenn die jeweiligen Städte oder die Länder Eigentümer dieser Einrichtungen sind, sollten die Parkanlagen nicht trotzdem für die Menschen geöffnet sein? Gut, die meisten sind es ja, aber wieso eigentlich nicht auch für ein Picknick??
Ich stelle mir das gerade ganz schön vor: in meinem Geburtsort Tettnang steht ein Schloss der Grafen von Montfort, mit einem recht schönen Park. Dort ein solches Massen-Picknick wär doch bestimmt toll -- so lange die Teilnehmer nicht das Schloss “stürmen”, um in einem der Säle einen Brunch zu veranstalten ![]()
Oder warum nicht vor dem Rathaus!?
Wie seht Ihr das: sind Flashmobs für Euch nur lästige Erscheinungen, die Ihr als störend empfindet, oder betrachtet Ihr diese Aktionen als kreative Bereicherungen des Alltags? Habt Ihr vielleicht selbst schon mal an einem teilgenommen?
Ich bin gespannt, was Ihr zu erzählen habt
- Geschrieben: 27. Juli 2009
- Kategorie: Allgemein
Tags: Flashmob, Gesellschaft
So richtig kann ich den Sinn dieser Erscheinungen nicht verstehen. Aber zumindest treffen sich hier Leute, man kann jemand kennenlernen und gemeinsam weiter flashmobben.
Den Aufstand der Behörden finde ich absolut “neben der Kappe”. Auf jeden Fall besser als sich sinnlos besaufen, oder vor Langeweile Mist bauen. Nu ja, ich bin halt schon eine andere, reifere Generation. Mich stört es nicht. Kabo